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Der Kulturverein Landenhausen e.V., Mitglied im Netzwerk VIA REGIA – Kulturroute des Europarates veranstaltet in diesem Jahr den 9. KunstSpaziergang und freut sich auf viele anregende und interessante Gespräche. An diesem Wochenende öffnen die Landenhausener ihre Wohn- und Geschäftshäuser, in denen sie die Werke verschiedener Künstler ausstellen. Der Besucher kann so durch das Dorf spazieren, hier und da verweilen, einkehren und bildende Kunst in sehr unterschiedlichen Formen erleben.
Vielfältige Konzerte in der Stadt und mehrere Stationen, an denen für das leibliche Wohl gesorgt wird, runden das Angebot ab. Für den musikalischen Rahmen sorgen Lena Hahn mit einem Orgelkonzert, Sabine Stutz Harfenkonzert, Soul Between Strings – Accoustic-Cover-Duo (Sabine Albrecht: Vocals und Simon Steinhäuser: Guitar, Vocals) sowie Marcel Glocke mit akustischer Musik abseits des Mainstreams.
Bereits am Samstag, dem 15.11.2014 um 19.00 Uhr findet in der evangelischen Kirche Landenhausen ein klassisches Streichkonzert des Römerberg Quartetts statt. Der Eintritt aller Ausstellungen und Konzerte ist kostenfrei, der Kulturverein Landenhausen freut sich aber über Spenden.
Programmflyer → 9. KunstSpaziergang 2014↑
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David Weiss: „In meiner Arbeit versuche ich, auf stilistisch unterschiedliche Art und Weise das zu verarbeiten was mich in meinem Leben beschäftigt oder was ich erlebt habe. Das können abstrakte Arbeiten sein, die dem Unterbewusstsein entspringen, naive Grafiken im Comicstil, die Geschichten erzählen oder auch sehr gegenständliche und ornamentale Werke. Mich inspirieren Formen, Farben und Stimmungen in der Natur. Traditionelle Kunst fremder Kulturen und der eigenen. Menschen, Geschichten aus dem normalen Leben, Wahrnehmung und die Wissenschaft.“

Christel Steinert, Landenhausen: Collagen, Malerei in Acryl und Mischtechniken.

Andreas Schmelzer: „Im zartem Alter von ca. 2 Jahren begann ich zu malen und tue dieses immer noch. Am liebsten Kühe in Öl oder Acryl, aber auch andere Arbeiten. 1989 absolvierte ich eine Lehre zum Metallbauer um mich mit Stahlskulpturen zu verewigen .1991 Fachabitur, 1995 Meisterprüfung, seit 1996 selbständig im künstlerischen Bereich.“

Andreas Blum-Fischer, Kunst als Möglichkeit, dass Selbst zu erkennen: „Zum Erkennen innerer Konflikte und Widersprüche ist konsequente Selbstbeobachtung notwendig. Zu verstehen, welche Gefühle, seien es Ängste, Begierden usw., unser Handeln bestimmen, ist der Schlüssel zu einem Leben in geistiger Freiheit und Unabhängigkeit. Wer Leiden überwinden möchte, muss seinen eigenen Geist verstehen lernen. Diese Ahnung ist es, die mich dazu veranlasst, mich bildhauerisch mit den Kernfragen des Lebens zu beschäftigen. Ausgehend von der Beobachtung meiner selbst und meiner Umgebung. Wohl wissend, dass jede Kunst ein Konzept darstellt, welches den Versuch beinhaltet, die Essenz des Seins einzufangen. Ich glaube aber, dass ein Verstehen im tieferen Sinne erst jenseits von Konzepten, Worten oder Gedanken beginnen kann. So kann auch meine Kunst am Ende nur eine Krücke sein. Eine Krücke zum Verstehen des Seins hinter all unseren Lebenskonzepten und Wahrheiten.“

Adelheid Eurich‚ Bad Salzschlirf: Bilder in Öl, Tusche, Blei- und Buntstift.

Ursula Schudt: Radierungen. Absicht, Zufall, Überlagerungen, deutlich, nebulös, Brüche, Verbindungen, Entwicklungen, … wie im Leben. Im Bild bringen Material und Technik dazu noch ihre Eigenschaften, ihre eigene Sprache mit ein.

Marcel Diegelmann: „Musik nicht nur hören, sondern auch Sehen, darstellen … Listen n`Look ! Die Musik, die wir lieben, immer wieder hören können, die uns begleitet… zusammengetragen und bildlich dargestellt. Durch den Werkstoff Holz verschmelzen alle Einflüsse zu einem Werk. Musik, Holz, Kreativität, Kunst.“

Matthias Becker aus Lauterbach stellt Arbeiten in Gouache aus, ein Farbmittel aus gröber zermahlenen Pigmenten unter Zusatz von Kreide und Gummi arabicum als Bindemittel, welches die lasierenden Eigenschaften der Aquarellmalerei und die deckenden Eigenschaften von Ölfarben vereint.

Jens Berzio – Moderne Kunst & Abstrakte Malerei. In der Ausstellung werden abstrakte Werke mit der Konzentration auf Farbe und Fläche gezeigt.

Gisa Betz, Fulda: „In meiner Malerei finden sich gesellschaftlich ausgerichtete Themen und vorwiegend abstrakte Kompositionen. Diese entstehen aus einem intuitivem Farbspiel. Durch das Ausloten von gestalterischen Elementen in der weiteren Bearbeitung entwickelt sich ein ausgewogenes Ganzes. Die Intensität der Farben – Acryl / Öl – kennzeichnet meine Arbeiten.“

Hardy Brähler (Jahrgang 1974. Autodidakt, Tätowierer): „Ich stelle verschiedene Zeichnungen und Bilder der letzten Jahre aus, die hauptsächlich die Vereinfachung grafischer Darstellung zum Thema haben. Linie, Fläche und Kontrast stehen dabei im Vordergrund. Des Weiteren zeige ich Lampen, einfache kinetische Skulpturen sowie diverse Gegenstände. Hierbei verwende ich meist alte Materialien vom Flohmarkt, Schrott oder Sperrmüll, die mein Interesse an Nostalgie und Vergänglichkeit widerspiegeln und in ihrem „vorherigen Leben“ anderen Zwecken zugedacht waren. Meine Inspirationen und Einflüsse beziehe ich u.a. aus der Zeit des ausklingenden 19. und beginnenden 20. Jahrhunderts, Poster- und Plakatkunst, 70er/80er Jahre Comics, aber auch zeitgenössischer Popkultur.“

Imke Gatzemeier: „Farbe in Bewegung hat mich schon immer fasziniert.“

Erika Helbich, Schlitz: Ölgemälde, Aquarelle, Radierungen und Zeichnungen mit den Themen Menschen und Landschaften.

Dieter Jander, Landenhausen, Autodidakt mit Schwerpunkt Ölmalerei. Die Arbeiten werden weitgehend vom Realismus bestimmt. Immer auf der Suche nach Neuem entstehen die Bilder im Atelier. Einzelne Arbeiten in Aquarell sowie Auftragsarbeiten nach Vorstellungen und Bildvorlagen runden die Bildpalette ab.

Gerlinde Kielburger, wohnhaft in Landenhausen, beschäftigt sich mit der Kunst in Wort, Bild und Schrift seit vielen Jahren. Ihre Arbeit ist geprägt von einem fortlaufenden Suchen nach Ausdrucksmitteln im Experiment und im Tasten und Beschreiten auf neuen Wegen. Das Suchen endet, ihrem Empfinden nach, nicht mit dem Finden. Im Gegenteil, es wirft nur neue Fragen auf.

Jörg Kleine: Skulpturen und Objekte.

Karin Reidt, Bad Hersfeld: Aquarell-, Öl- und Acrylmalerei, Tuschezeichnungen. „Das Aquarell hat bei mir einen besonderen Stellenwert, da ich direkt vor dem Objekt die jeweilige Stimmung spontan realisieren kann. Die Ölmalerei übe ich ebenfalls mit Begeisterung aus. So lernte ich das Handwerk und die Gestaltungskenntnisse der „Alten Meister“ kennen.“

Michael Ruhl / Die Sperrmüllpiloten: „Ein-Eurohaus 3 mit Vorgarten“: Skier, Radios, Fleischwölfe, Bügelbretter, Wärmeflaschen, Heizstrahler, Tortenplatten. Foto: Thomas Schmidt

Hans-Georg Schmidt-Fragnon: „Ich bemale gerne diese alten Fensterrahmen, die ich mir vom Sperrmüll hole und wieder aufarbeite. Am liebsten Nachtbilder mit Mond und Sternen. Ein weiteres Hobby ist das Holzschnitzen. Da arbeite ich am liebsten in Lindenholz und anderen Weichhölzern. Sowohl Reliefarbeiten als auch komplette Figuren.“

Thomas Schweiger, Angersbach: Öl und Acrylmalerei. Perspektivische und futuristische Motive. Verschiedene Regionale Ausstellungen.

Künstlerinnen-Quintett: Tanja Gremmel, Gabriele Klingelhöffer-Döpke, Erika Pachten, Christa Reith und Sabine Schlott, fünf Frauen aus dem Vogelsbergkreis, die bereits seit mehreren Jahren zusammen arbeiten, präsentieren hier einige gemeinschaftlich entstandene Collagen.

Gabi Loos (Kunstlehrerin): „Ich behaupte von mir, eine begabte Dilettantin zu sein, da ich als Kunsterzieherin vieles können sollte, aber nur wenig wirklich gut mache. Ich bin also ständig auf der Suche: Neues lernen, Unbekanntes erkunden, Bewährtes und Bekanntes neu sehen lernen und dann das Gesehene, Gefühlte in Bildern umsetzen. Dabei das richtige Material und Werkzeug finden. Dies alles ist immer ein spannender Prozess und die Ergebnisse oft erstaunlich, manchmal verwirrend oder auch enttäuschend. Zur Zeit interessieren mich Porträts: Das Einfangen und malerisch-farbige Umsetzen von Stimmungen.“

Friedrich Hahn: „Farben, Linien, Formen, Konturen, Maserung oder Wunden, immer ist die Natur Inspiration für mein kreatives Arbeiten.“

Erik Grösch: „Surreale Bilder, oft nach Inspirationen aus dem Leben und meiner Musik. Meistens als Ölmalerei auf Leinwand aber auch Experimente mit verschiedenen Untergründen und anderen Beschichtungstechniken oder Farben.“

Norbert Grimm: „Wovon man nicht sprechen kann, darüber muss man schweigen.“ (Wittgenstein)
blast only when you feel: your blasting starts revolution

Klaus Fischer, ein waschechter Schwabe mit Atelier im selbst bemaltem „Fachwerk-Künstlerhaus“ in Landenhausen. Inspiriert durch Hundertwasser, Picasso, Schiele und Miró zeigen seine Werke einen abstrakten, expressionistischen Stil. Ölmalerei auf Malgründen des Wohlstandmülls und altem Holz, Metall, Stein und Skulpturen.

Thomas Bloch, Steinbildhauermeister stellt zum ersten Mal aus. 30 Jahre Berufserfahrung durch alle Facetten des Handwerks sollen in den Stücken zum Ausdruck kommen. Für manchen Besucher zeigt sich hier die andere Seite des Handwerkers Thomas Bloch.

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Kunstarbeiten · 13 Ausstellungsorte · 27 Künstler











Fotos & Video © KvL
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Mitglieder des Kulturverein Landenhausen haben sich der Aufgabe gewidmet, die Szenen und Kleidung der Menschen aus Landenhausen im Zeitraum der letzten 150 Jahre wiederzugeben. Dank der Erfindung der Fotografie Mitte des 19. Jahrhunderts konnten zahlreiche Landenhäuser Familien sowohl professionelle als auch private Aufnahmen für dieses Fotobuch zur Verfügung stellen.

Samstag, 09.02.2014
18:00 Uhr
Alte Schmiede
Urkunde feierlich überreicht
Die Via Regia ist mehr als eine Jahrhunderte alte Militär- und Handelsstraße. „Sie ist Sinnbild des europäischen Ost-West-Austausches“. Das sagte am Freitagabend in der Alten Schmiede Dr. Jürgen Schneider in Landenhausen. Dort überreichte der Projektleiter des Netzwerkes Via Regia aus Erfurt an den Kulturverein die Mitgliedsurkunde. Damit ist Landenhausen nun offiziell ein Knotenpunkt auf der Kulturstraße des Europarates.
„Die Via Regia ist Straße der Begegnung, ein Weg, an dem Türen offen stehen, eine Straße der Freude, der Feste, aber auch eine Straße, auf der man Menschen in ihrem Leid begleitet“, sagte Heinz-Gert Funke, der Vorsitzende des Kulturvereins. Weil diese Idee sich mit den Zielen unseres Vereins decke, habe man sich um Aufnahme ins Netzwerk beworben. Die Landenhausener seien bereit, sich mit ihrer Kultur einzubringen und in den Dialog mit anderen Gruppen entlang der 4.000 Kilometer langen Königsstraße einzutreten.
Über Kultur wurde an diesem Abend nicht nur gesprochen – sie war auch zu erleben:
Der Lauterbacher Martin G. Günkel unterhielt mit gefühlvoller Gitarrenmusik.
Bericht & Foto © Martin Günkel
Landenhausen ist Teil der Kulturstraße Via Regia
Landenhausen – Die Via Regia verbindet auf 4000 Kilometern Länge Santiago de Compostela in Spanien mit Kiew in der Ukraine. Der Ort Landenhausen ist seit Freitag offiziell Knotenpunkt auf dieser Straße. Dafür hat sich der Kulturverein eingesetzt.
Die Via Regia ist mehr als eine Jahrhunderte alte Militär- und Handelsstraße. „Sie ist Sinnbild des europäischen Ost-West-Austausches.“ Das sagte am Freitagabend Dr. Jürgen Schneider in der Alten Schmiede in Landenhausen. Dort überreichte der Projektleiter des Netzwerkes Via Regia aus Erfurt an den Kulturverein die Mitgliedsurkunde. Damit ist Landenhausen nun offiziell ein Knotenpunkt auf der Kulturstraße des Europarates.
„Die Via Regia ist Straße der Begegnung, ein Weg, an dem Türen offen stehen, eine Straße der Freude, der Feste, aber auch eine Straße, auf der man Menschen in ihrem Leid begleitet“, sagte Heinz-Gert Funke, der Vorsitzende des Kulturvereins. Weil diese Idee sich mit den Zielen des Landenhausener Vereins decke, habe man sich um Aufnahme ins Netzwerk beworben. Die Landenhausener seien bereit, sich mit ihrer Kultur einzubringen und in den Dialog mit anderen Gruppen entlang der 4000 Kilometer langen Königsstraße einzutreten.
Projektleiter Fischer war eigens aus Erfurt angereist, um den Kulturverein im Club willkommen zu heißen. Außerdem sollte er über die Kulturstraße berichten: „Ich soll Ihnen in 25 Minuten 2000 Jahre europäische Geschichte verteilt auf 4000 Kilometern näherbringen – das kann mir nicht gelingen“, erklärte er. Dennoch schaffte er es, auf anschauliche und amüsante Weise zu skizzieren, wie aus der einstigen Handelsstraße ein Sinnbild des vereinten Europas wurde: „Im Kalten Krieg wurde diese Verbindung zwischen Ost und West zerschnitten. Bei der Wiedervereinigung hat man sich dann wieder an die Via Regia erinnert.“ Das Zusammenwachsen Europas habe der Via Regia neue Bedeutung und Dimension gegeben, weshalb der Europarat sie 2005 als „Kulturstraße Europas“ deklarierte. Seitdem ist es Ziel, die gemeinsame kulturelle Identität der europäischen Bürger entlang des Weges sichtbarer und im täglichen Leben lebendiger zu machen: „Es ist nun Aufgabe des Kulturvereins Landenhausen, diese Idee mitzutragen“, sagte Schneider. Wie genau das in Zukunft geschehen soll, haben sich die Ehrenamtlichen um Vorsitzenden Funke noch nicht im Detail überlegt: „Ein Programm haben wir noch nicht erarbeitet, aber das wird noch“, sagte Funke.
Wo in der Region Osthessen das Leben schon spürbar von der Via Regia geprägt wird, stellte Alexander Sust von der hessischen Planungsgruppe vor: In Rasdorf gebe es einen Via-Regia-Treffpunkt, wo Kleinkünstler auftreten können. In Steinau an der Straße erinnere das Museum an der Straße daran, warum der Ort den Namenszusatz trägt. Zwischen der Kunststation Kleinsassen und einer Einrichtung in Königshain bei Görlitz soll ein Kunststipendium ausgeschrieben werden. An der Landesmusikakademie Schlitz arbeite man an einem Austausch mit Frankreich.
Über Kultur wurde an diesem Abend nicht nur gesprochen – sie war auch zu erleben:
Der Lauterbacher Martin G. Günkel unterhielt mit gefühlvoller Gitarrenmusik.
Bericht © Martin Günkel
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