Personen

  • Heinrich Heine


    Christian Johann Heinrich Heine (* 13. Dezember 1797 als Harry Heine in Düsseldorf, Herzogtum Berg; † 17. Februar 1856 in Paris) war einer der bedeutendsten deutschen Dichter, Schriftsteller und Journalisten des 19. Jahrhunderts.

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    Heine gilt als einer der letzten Vertreter und zugleich als Überwinder der Romantik, machte die Alltagssprache lyrikfähig, erhob das Feuilleton und den Reisebericht zur Kunstform und verlieh der deutschen Literatur eine zuvor nicht gekannte, elegante Leichtigkeit. Die Werke kaum eines anderen Dichters deutscher Sprache wurden bis heute so häufig übersetzt und vertont. Als kritischer, politisch engagierter Journalist, Essayist, Satiriker und Polemiker war Heine ebenso bewundert wie gefürchtet. Im Deutschen Bund mit Publikationsverboten belegt, verbrachte er seine zweite Lebenshälfte im Pariser Exil. Antisemiten und Nationalisten feindeten Heine wegen seiner jüdischen Herkunft und seiner politischen Haltung über den Tod hinaus an. Die Außenseiterrolle prägte sein Leben, sein Werk und dessen Rezeptionsgeschichte.

    „Er besitzt, was man Genie nennt, und eine ganz außerordentliche Einbildungskraft. Er ist in seinen Affekten heftig. Er hat eine edle Denkungsart. […] Er liebt die Kinder und kann sich mit ihnen sehr beschäftigen. Er ist bizarre und hat in seinem Betragen, seinem Äußerlichen verschiedenes, das ihn unangenehm machen könnte. Aber bei Kindern, bei Frauenzimmern und vielen andern ist er doch wohl angeschrieben. – Er tut, was ihm gefällt, ohne sich darum zu kümmern, ob es anderen gefällt, ob es Mode ist, ob es die Lebensart erlaubt. Aller Zwang ist ihm verhaßt. […] Aus den schönen Wissenschaften und Künsten hat er sein Hauptwerk gemacht oder vielmehr aus allen Wissenschaften, nur nicht denen sogenannten Brotwissenschaften.“

    Das Werkverzeichnis dokumentiert mehr als 700 Werke, von denen fast ein Drittel verschollen ist. Ein großer Teil seiner Werke ging verloren, als sein Enkel, der Kunstsammler und Maler Alfred Oppenheim (1873–1953) in der NS-Zeit gezwungen war, nach London zu emigrieren. Sein Besitz, darunter die Heimkehr eines jüdischen Freiwilligen aus den Befreiungskriegen, blieb jedoch fast vollständig in Frankfurt zurück. Ein halbes Jahr vor der 11. Verordnung zum Reichsbürgergesetz wurde Oppenheims Besitz, der bei einer Spedition lagerte, 1941 von der Gestapo beschlagnahmt. Auf Betreiben Ernst Holzingers, des Leiters des Städelschen Kunstinstituts, wurde ein Teil der Gemälde 1943 vor der Versteigerung für verschiedene Frankfurter Museen angekauft. In der Nachkriegszeit gelang es Oppenheim, hierfür finanziell entschädigt zu werden, doch verstarb er, bevor dies endgültig durchgeführt war. Die Erben Alfred Oppenheims verkauften die ihnen verbliebenen Teile des Nachlasses 1958 an das Israel-Museum in Jerusalem.

    Neben den Stücken, die in den Kunsthandel und in internationale Museen gelangt sind, gibt es heute größere Bestände mit Gemälden von Moritz Daniel Oppenheim im Jüdischen Museum Frankfurt am Main und im Historischen Museum Hanau Schloss Philippsruhe. Der Ludwig Rosenthal-Saal des Hanauer Museums ist vollständig den Werken Oppenheims gewidmet. Gezeigt werden in regelmäßigem Wechsel Bilder aus dem reichhaltigen Hanauer Bestand, darunter Der Bleichgarten, Mignon und der Harfner, Die Museumsbesucher und ein Selbstbildnis.

    Bild © Moritz Daniel Oppenheim, Text © Wikipedia

  • Victor Hugo


    Victor-Marie Vicomte Hugo (* 26. Februar 1802 in Besançon; † 22. Mai 1885 in Paris) war ein französischer Schriftsteller und Politiker.

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    Er verfasste Gedichte sowie Romane und Dramen und betätigte sich als literarischer, aber auch politischer Publizist. Mehrfach war er als Angehöriger der Pairskammer Abgeordneter oder Senator und damit direkt politisch aktiv.

    Neben Molière, Voltaire oder Balzac gilt er vielen Franzosen als ihr größter Autor. Sein Schaffen kann teils der Romantik, teils dem Realismus zugeordnet werden.


    Einsatz für ein Urheberrecht

    Victor Hugo setzte sich gemeinsam mit Honoré de Balzac für ein Urheberrecht ein und war einer der wichtigsten Verfechter der Berner Übereinkunft zum Schutz von Werken der Literatur und Kunst.

    „Das Buch als Buch gehört dem Autor, aber als Gedanke gehört es – der Begriff ist keineswegs zu mächtig – der Menschheit. Jeder denkende Mensch hat ein Recht darauf. Wenn eines der beiden Rechte, das des Autors oder das des menschlichen Geistes, geopfert werden sollte, dann wäre es, zweifellos, das Recht des Autors, denn unsere einzige Sorge gilt dem öffentlichen Interesse, und die Allgemeinheit, das erkläre ich, kommt vor uns.“
    Victor Hugo↑ ( * 1802 – † 1885 )

    Foto © Étienne Carjat, Text © Wikipedia

  • Oscar Wilde


    Oscar Fingal O’Flahertie Wills Wilde (* 16. Oktober 1854 in Dublin; † 30. November 1900 in Paris) war ein irischer Schriftsteller, der sich nach Schulzeit und Studium in Dublin und Oxford in London niederließ. Als Lyriker, Romanautor, Dramatiker und Kritiker wurde er zu einem der bekanntesten und gleichzeitig umstrittensten Schriftsteller im viktorianischen Großbritannien.

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    Herausgeber, Dramatiker und Erzähler

    Wilde arbeitete von 1887 bis 1889 für die Pall Mall Gazette und danach als Herausgeber der Zeitschrift Woman’s World. Während dieser Jahre veröffentlichte er die für seine Söhne geschriebene Märchensammlung Der glückliche Prinz und andere Märchen (1888, klassische Vertreter der Gattung Kunstmärchen) und den Roman Das Bildnis des Dorian Gray (The Picture of Dorian Gray) (1891). In diesem Werk, seinem einzigen Roman, fanden Kritiker einerseits autobiographische Elemente, andererseits eine direkte Antwort auf den französischen Symbolismus, insbesondere auf Gegen den Strich von Joris-Karl Huysmans. Dessen Romanheld Jean Floressas des Esseintes hat auf die Figur des Dorian Gray abgefärbt. Reales Vorbild für den Floressas war wiederum der Schriftsteller Robert de Montesquiou, der später auch in Marcel Prousts Romanfolge Auf der Suche nach der verlorenen Zeit zum Vorbild für den Baron Charlus wurde.

    Wegen homosexueller „Unzucht“ wurde er 1895 zu zwei Jahren Zuchthaus mit harter Zwangsarbeit verurteilt; sie ruinierte seine Gesundheit. Nach der Entlassung lebte er verarmt in Paris, wo er im Alter von 46 Jahren starb.

    In den folgenden Jahren schrieb Oscar Wilde etwa jährlich ein neues Werk, vor allem Gesellschaftskomödien. Am bekanntesten sind Lady Windermere’s Fan (1892), A Woman of No Importance (1893), An Ideal Husband (1895) und The Importance of Being Earnest (1895), das die Oberklasse satirisch darstellt und als eines seiner besten Werke gilt.

    Sein Stück Salome aus dem Jahr 1891 nach der biblischen Salome-Legende (mit berühmten, zum Teil sehr freizügigen Jugendstil-Illustrationen von Aubrey Beardsley) wurde vom Zensor abgelehnt und fand daher keinen Verleger in England. 1894 wurde es von und mit Sarah Bernhardt in Paris uraufgeführt. Richard Strauss vertonte die deutsche Übersetzung von Hedwig Lachmann zu seiner Oper Salome, die am 9. Dezember 1905 an der Dresdner Hofoper uraufgeführt wurde.

    Oscar Wilde schrieb auch eine Kriminalerzählung: Lord Arthur Saviles Verbrechen (1887), eine „Studie über die Pflicht“, wie der Untertitel der Erzählung lautet. Dem Titelhelden wird geweissagt, er werde einen Mord begehen. Entsprechend seinem Leitspruch „Was du tun musst, das tue gleich“, beschließt Lord Arthur, das vorhergesagte Verbrechen noch vor seiner Eheschließung zu begehen.

    Das Bildnis des Dorian Gray gilt als Oscar Wildes zentrales Prosawerk. Seine Themen sind die Moralität von Sinnlichkeit und Hedonismus im Viktorianismus und die Dekadenz der britischen Oberschicht. In der Handlung des Romanes und in den eingearbeiteten Kunstbemerkungen lässt sich aber sowohl eine Proklamation wie auch eine Kritik des Ästhetizismus herauslesen, einer literarischen Strömung des Fin de Siècle.

    Foto © Metropolitan Museum of Art, Text © Wikipedia

  • Johann Wolfgang von Goethe


    Johann Wolfgang Goethe ab 1782 von Goethe (* 28. August 1749 in Frankfurt am Main; † 22. März 1832 in Weimar), war ein deutscher Dichter, Politiker und Naturforscher. Er gilt als einer der bedeutendsten Schöpfer deutschsprachiger Dichtung.

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    Goethe stammte aus einer wohlhabenden und angesehenen bürgerlichen Familie; sein Großvater mütterlicherseits war als Stadtschultheiß höchster Justizbeamter der Stadt Frankfurt am Main, sein Vater Doktor der Rechte und Kaiserlicher Rat. Er und seine Schwester Cornelia erfuhren eine aufwendige Ausbildung durch Hauslehrer. Dem Wunsch seines Vaters folgend, studierte Goethe in Leipzig und Straßburg Rechtswissenschaft und war danach als Advokat in Wetzlar und Frankfurt tätig. Gleichzeitig folgte er seiner Neigung zur Dichtkunst. Die ersten Anerkennungen in der Welt der Literatur erzielte er 1773 mit dem Drama Götz von Berlichingen, das ihm nationalen Erfolg eintrug, und 1774 mit dem Briefroman Die Leiden des jungen Werthers, mit dem er sogar europäischen Erfolg erreichte. Beide Werke sind der literarischen Strömung des Sturm und Drang (1765 bis 1785) zuzuordnen.

    Der jugendliche Herzog Carl August von Sachsen-Weimar-Eisenach berief den 26-jährigen Goethe 1775 an seinen Hof in Weimar, wo er schließlich für den Rest seines Lebens blieb. Er bekleidete dort als Freund und Minister des Herzogs politische und administrative Ämter und leitete ein Vierteljahrhundert das Weimarer Hoftheater. Die aus seiner amtlichen Tätigkeit resultierende Vernachlässigung seiner schöpferischen Fähigkeiten löste nach dem ersten Weimarer Jahrzehnt eine persönliche Krise aus, der sich Goethe durch die Flucht nach Italien entzog. Die Italienreise von September 1786 bis Mai 1788 empfand er als eine „Wiedergeburt“. Ihr verdankte er die Vollendung wichtiger Werke wie Iphigenie auf Tauris (1787), Egmont (1788) und Torquato Tasso (1790).

    Nach seiner Rückkehr wurden seine Amtspflichten weitgehend auf repräsentative Aufgaben beschränkt. Der in Italien erlebte Reichtum an kulturellem Erbe stimulierte seine dichterische Produktion, und die erotischen Erlebnisse mit einer jungen Römerin ließen ihn unmittelbar nach seiner Rückkehr eine dauerhafte, „unstandesgemäße“ Liebesbeziehung zu Christiane Vulpius aufnehmen, die er erst achtzehn Jahre später mit einer Eheschließung legalisierte.

    Goethes literarisches Werk umfasst Lyrik, Dramen, Epik, autobiografische, kunst- und literaturtheoretische sowie naturwissenschaftliche Schriften. Daneben ist sein umfangreicher Briefwechsel von literarischer Bedeutung. Selbst Napoleon bat ihn zu einer Audienz anlässlich des Erfurter Fürstenkongresses. Im Bunde mit Schiller und gemeinsam mit Herder und Wieland verkörperte er die Weimarer Klassik. Die Wilhelm-Meister-Romane wurden zu beispielgebenden Vorläufern deutschsprachiger Künstler- und Bildungsromane. Sein Drama Faust (1808) errang den Ruf als die bedeutendste Schöpfung der deutschsprachigen Literatur. Im Alter wurde er auch im Ausland als Repräsentant des geistigen Deutschlands angesehen.

    Im Deutschen Kaiserreich wurde er zum deutschen Nationaldichter und Künder des „deutschen Wesens“ verklärt und als solcher für den deutschen Nationalismus vereinnahmt. Es setzte damit eine Verehrung nicht nur des Werkes, sondern auch der Persönlichkeit des Dichters ein, dessen Lebensführung als vorbildlich empfunden wurde. Goethes Lyrik, der Faust und der Roman Die Leiden des jungen Werthers gehören zur Weltliteratur.

    „Er besitzt, was man Genie nennt, und eine ganz außerordentliche Einbildungskraft. Er ist in seinen Affekten heftig. Er hat eine edle Denkungsart. […] Er liebt die Kinder und kann sich mit ihnen sehr beschäftigen. Er ist bizarre und hat in seinem Betragen, seinem Äußerlichen verschiedenes, das ihn unangenehm machen könnte. Aber bei Kindern, bei Frauenzimmern und vielen andern ist er doch wohl angeschrieben. – Er tut, was ihm gefällt, ohne sich darum zu kümmern, ob es anderen gefällt, ob es Mode ist, ob es die Lebensart erlaubt. Aller Zwang ist ihm verhaßt. […] Aus den schönen Wissenschaften und Künsten hat er sein Hauptwerk gemacht oder vielmehr aus allen Wissenschaften, nur nicht denen sogenannten Brotwissenschaften.“
    Johann Wolfgang von Goethe↑ (* 1749 – † 1832 )

    Foto © Weimar Anna Amalia Bibliothek, Text © Wikipedia

  • Dieter Jander


    Dieter Jander (* 15. Februar 1939 – † 25. April 2021 ) Landenhäuser Urgestein, Maurermeister, Künstler, Maler, Buchautor, Organisationstalent

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    Wir grüßen Dieter Jander auf seiner letzten Reise. Im April 2021 hat er seinen Lebensweg vollendet. Für den Kulturverein war er ein sehr aktives Mitglied. Viele Projekte hat er gemeinsam mit uns getragen. Auch der „Sonnenweg der Poesie“ gehörte dazu. Mit ganz viel Engagement, Tatkraft, Organisationstalent und jede Menge Herzblut hat er zu diesem schönen Weg beigetragen und ihn maßgeblich geprägt.

    Unser Landenhausen mit seiner Kultur, seinen Traditionen, seinen Künstlern, seiner Sprache, seinen Häusern und, vor allem, seinen Menschen die lagen ihm immer sehr am Herzen. Das zeigten seine ständig sprudelnden Ideen und Projekte. Er hinterlässt eine große Lücke in unseren Reihen. Immer wenn wir hier vorbei gehen, werden wir innehalten und gerne an ihn denken.

    Dir, gute Reise, lieber Dieter,
    wir vermissen dich !

    Foto © Dieter Jander · Text © Tafel auf dem Sonnenweg der Poesie

  • Heinz-Gert Funke


    Heinz-Gert Funke (* 10. Oktober 1941 ) Gründungsvorsitzender und Ehrenmitglied unseres Kulturvereins.

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    Wirken als Pfarrer in Landenhausen

    Heinz-Gert Funke prägte über viele Jahre das kirchliche, gesellschaftliche und kulturelle Leben des Wartenberger Ortsteils Landenhausen. Sein Wirken beschränkte sich nicht auf den Gottesdienst oder die klassische Gemeindearbeit. Vielmehr verstand er sein Pfarramt als Auftrag, Menschen miteinander zu verbinden und Kirche als lebendigen Bestandteil des Dorfes zu gestalten. Nach öffentlich zugänglichen Quellen wirkte er über rund 23 Jahre als Gemeindepfarrer in Landenhausen. Darüber hinaus übernahm er zahlreiche Aufgaben im Dekanat und engagierte sich weit über die Ortsgrenzen hinaus.


    Seelsorger mit weitem Blick

    Er gehörte zu den Pfarrern, die Kirche nicht allein als Ort der Verkündigung verstanden, sondern als Mittelpunkt des gesellschaftlichen Lebens. Zu seinem Selbstverständnis gehörten …

    persönliche Begleitung von Menschen in allen Lebenslagen, eine offene und zugewandte Gemeindearbeit, die Förderung ehrenamtlichen Engagements, der Dialog mit Vereinen und gesellschaftlichen Gruppen, sowie eine Kirche, die mitten im Dorf präsent ist.

    Viele Gemeindemitglieder erinnern sich daran, dass unter seiner Amtszeit zahlreiche Ehrenamtliche Verantwortung übernahmen und dauerhaft in das Gemeindeleben eingebunden wurden. Dass ihm dieses Miteinander wichtig war, zeigte sich auch noch nach seinem Ruhestand, als er den langjährigen Ehrenamtlichen der Kirchengemeinde ausdrücklich seine Grüße übermitteln ließ.


    Wegbereiter der Kulturarbeit in Landenhausen

    Sein Wirken reicht weit über die Gründung eines Vereins hinaus. Er verstand Kultur nie als Selbstzweck, sondern als verbindendes Element zwischen Geschichte, Gemeinschaft und Zukunft. Als langjähriger evangelischer Pfarrer und späterer Gründungsvorsitzender des Kulturvereins gelang es ihm, Menschen zusammenzubringen und dem Dorf neue kulturelle Impulse zu geben.


    Der Gedanke hinter seinem Engagement

    Er vertrat stets die Überzeugung … „Der ländliche Bereich verfügt über Kulturgüter, die wir nicht hoch genug schätzen können.“ Dieser Satz entwickelte sich praktisch zum Leitmotiv des Kulturvereins. Dahinter steht die Überzeugung, dass Kultur nicht nur in großen Städten entsteht, sondern gerade kleine Orte über einen reichen Schatz an Geschichte, Brauchtum, Architektur, Landschaft und kreativen Menschen verfügen.


    Die Gründung des Kulturvereins

    Im Jahr 2006 war Heinz-Gert Funke maßgeblicher Initiator der Gründung des Kulturvereins Landenhausen und wurde dessen erster Vorsitzender. Bereits im Vorfeld gelang es ihm, zahlreiche Bürger für seine Idee zu begeistern. Ziel war es …

    • heimischen Künstlern eine Plattform zu geben
    • kulturelles Leben dauerhaft im Dorf zu etablieren
    • Brauchtum und Mundart zu erhalten
    • historische Gebäude kulturell zu beleben
    • Menschen generationenübergreifend zusammenzuführen

    Was zunächst mit wenigen engagierten Menschen begann, entwickelte sich in den folgenden Jahren zu einer festen Größe im kulturellen Leben der Region.


    Der KunstSpaziergang – seine bedeutendste Idee

    Am stärksten verbunden ist der Name Heinz-Gert Funke mit dem KunstSpaziergang Landenhausen. Die Grundidee war ebenso einfach wie außergewöhnlich …

    Nicht die Besucher sollten in eine Galerie gehen – sondern die Kunst sollte ins Dorf ziehen.

    Scheunen, Wohnhäuser, Kirchen, Höfe, Gärten und öffentliche Plätze wurden zu Ausstellungsräumen. Dadurch entstand ein völlig neues Ausstellungskonzept, bei dem Dorf und Kunst miteinander verschmolzen. Unter seiner Leitung entwickelte sich der KunstSpaziergang Jahr für Jahr weiter.
    Dabei gelang es …

    • immer mehr Künstler zu gewinnen
    • Besucher weit über die Region hinaus anzuziehen
    • unterschiedlichste Kunstformen miteinander zu verbinden
    • Begegnungen zwischen Künstlern und Besuchern entstehen zu lassen

    Funke betonte immer wieder, dass Kunst nicht nur betrachtet werden solle, sondern Gespräche anregen müsse. Gerade diese persönliche Begegnung machte den besonderen Charakter der Veranstaltung aus.


    Der KunstSpaziergang – seine bedeutendste Idee

    Ein häufig zitierter Gedanke von Heinz-Gert Funke lautet sinngemäß …

    Wissenschaft ist der Verstand der Welt – Kunst aber ihre Seele.

    Damit beschrieb er seine Vorstellung von Kultur: Kunst schafft Räume zum Denken. Sie eröffnet neue Perspektiven. Sie verbindet Generationen. Sie lässt Menschen miteinander ins Gespräch kommen. Diese Haltung spiegelte sich in nahezu allen Projekten des Kulturvereins bis heute wider.


    Erhaltung des kulturellen Erbes

    Neben zeitgenössischer Kunst setzte sich Funke besonders für die Bewahrung der regionalen Identität ein.
    Dazu gehörten unter anderem …

    • Mundart
    • Dorfgeschichte
    • historische Gebäude
    • traditionelle Veranstaltungsformen
    • örtliches Brauchtum

    Er verstand Kultur nie als Gegensatz zwischen Alt und Neu.
    Sein Ziel war vielmehr, beides miteinander zu verbinden.
    Tradition sollte nicht konserviert werden, sondern weiterleben.


    Öffnung des Dorfes

    Ein wesentliches Verdienst Heinz-Gert Funkes war die Öffnung Landenhausens nach außen. Er wollte zeigen, dass kulturelle Qualität nicht von der Größe eines Ortes abhängt. Durch den KunstSpaziergang, Konzerte, Lesungen und weitere Veranstaltungen kamen Besucher aus ganz Hessen nach Landenhausen. Das Dorf wurde dadurch weit über die Gemeindegrenzen hinaus bekannt.


    Via Regia – Europa beginnt im Dorf

    Ein weiterer Meilenstein seines Wirkens war die Aufnahme Landenhausens in das Netzwerk der europäischen Kulturstraße Via Regia. Für Heinz-Gert Funke war die Via Regia weit mehr als eine historische Handelsstraße.
    Sie stand für …

    • Begegnung
    • kulturellen Austausch
    • Offenheit
    • Verständigung zwischen Menschen

    Mit großem Engagement setzte sich der Kulturverein unter seiner Leitung erfolgreich für die Aufnahme Landenhausens in dieses europäische Netzwerk ein. Dadurch erhielt das Dorf internationale kulturelle Aufmerksamkeit.


    Ehrenmitgliedschaft

    Nach zwölf Jahren an der Spitze des Kulturvereins legte Heinz-Gert Funke 2018 den Vorsitz aus Altersgründen nieder. Für seine außergewöhnlichen Verdienste wurde er 2026 zum Ehrenmitglied des Kulturvereins Landenhausen ernannt – eine Auszeichnung, die seine prägende Rolle für die Entwicklung des Vereins würdigt. Heute sind viele Veranstaltungen, die aus dem kulturellen Kalender Landenhausens nicht mehr wegzudenken sind, eng mit seinem Namen verbunden. Dazu gehören insbesondere …

    • der KunstSpaziergang
    • die Förderung regionaler Künstler
    • die Belebung historischer Orte
    • die Verbindung von Kunst und Dorfleben
    • die Öffnung Landenhausens für Gäste aus nah und fern
    • die europäische Vernetzung über die Via Regia

    Sein Wirken zeigt, wie nachhaltiges ehrenamtliches Engagement eine Dorfgemeinschaft prägen kann. Die von ihm angestoßenen Ideen wirken bis heute fort und bilden die Grundlage für zahlreiche kulturelle Aktivitäten des Kulturvereins.


    Zusammenfassende Würdigung

    Heinz-Gert Funke hat Landenhausen nicht nur kulturelle Veranstaltungen geschenkt, sondern eine Haltung vermittelt: dass Kultur Menschen verbindet, Identität stiftet und auch in einem kleinen Dorf große Wirkung entfalten kann. Sein Engagement hat gezeigt, dass ehrenamtliche Initiative, Offenheit und Beharrlichkeit aus lokalen Ideen Projekte entstehen lassen können, die weit über die Grenzen des Ortes hinaus Beachtung finden. Seine Arbeit legte das Fundament für den Kulturverein Landenhausen und für eine lebendige Kulturlandschaft, die bis heute Bestand hat.


    Foto © Heinz-Gert Funke

  • Jan Krieger


    Jan Krieger, geboren als Johann Ralf Michael Krieger (* 14. Juni 1962 ) in Hanau ist ein deutscher Kulturakteur, Vereinsvorsitzender, Keyboarder, Sänger und ehemaliger Filialleiter, Prokurist, Radio- und Fernsehmoderator, IT-Spezialist der in Wartenberg (Hessen) im Ortsteil Landenhausen lebt und wirkt.

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    Vom VIVA-Krieger zu „barfuß“ durch Landenhausen

    Der Junge mit klingendem Namen begann seine Karriere ganz anders als erwartet: Statt in Kriegsgang zu schalten schlug er mit 14 musikalische Wege ein. Tatsächlich landete er Mitte der 1990er im stolzen Kampfgetümmel der deutschen Musikfernseh-Landschaft – in Köln bei VIVA TV, dem neuen MTV-Gegner, der gerade 1993 an den Start gegangen war. Noch bevor Stefan Raab und Heike Makatsch zu bekannten Gesichtern wurden, hatte sich dort schon ein gewisser „Der Krieger“ als Moderator etabliert. Dieses Pseudonym trug er mit Wohlwollen und bescherte uns Sendungen wie Metalla, Jam, WAH WAH und Neu bei VIVA.


    Karriere-Highlights im Überblick:

    • VIVA-Moderator↑ (1993–94): Unter dem Künstlernamen „Der Krieger“ präsentierte er die neu
      gegründete deutsche Musik-Senderkette VIVA.
    • Rock- & Metalmusiker: Parallel zum Fernsehen war er Sänger und Keyboarder in verschiedenen
      Rock- und Metal-Bands, zuletzt der Hanauer Gothic-Metal-Band Anubis.
    • Kommunaler Webdesigner: Nach der Blitzkarriere vor der Kamera landete er im öffentlichen
      Dienst in Greifswald und kümmerte sich dort um die Gestaltung von Intranet- und Internetseiten
      der Hansestadt.
    • Kultur-Vereinsboss: Heute ist Jan Krieger in Wartenberg-Landenhausen Vereinsvorsitzender,
      Organisator und Universal-Genie. Er zeichnet Grafiken und Websites, betreibt das
      Nachrichtenportal Wartenberg iNFO, und plant als Marktmeister den Wochenmarkt in Landenhausen sowie den Wartenberger Dorf-Flohmarkt.
    • Barfußläufer & Symbol: Und als kleines Special, er ist kultig barfuß unterwegs – orangefarbene
      Fußabdrücke sind zum Erkennungszeichen des KunstSpaziergangs Landenhausen und leuchtend grüne Fußabdrücke bei der Florinale · GartenKunst geworden, denn seine eigenen Fußabdrücke sind zum Markenzeichen der Events avanciert.


    VIVA-Zeit und Rock’n’Roll

    Nur wenige Jahre nach der Gründung von VIVA (1. Dezember 1993) gehörte Jan Krieger schon zum Urgestein des Senders. Dort moderierte er Rock-, Metal- und Alternative-Formate – man kann sich vorstellen, wie der bekennende Musikfan in Lederweste durch die Kameras grinst. Im Nachhinein mutet es fast so an, als hätte Jan den Sendernamen „Der Krieger“ (Wortspiel: aus seinem Nachnamen) gleich als Titel seiner Rolle angelegt. Auf jeden Fall stand er Seite an Seite mit anderen (noch) unbekannten Moderator wie Stefan Raab, Matthias Opdenhövel und Heike Makatsch, die wie er später zu Stars aufstiegen. In dieser Zeit entdeckte er aber nicht nur die Menschheit als Zuschauer seiner Shows – als Musiker legte er auch selbst los und haute in die Tasten in einer Gothic-Metal-Band namens Anubis↑ mit, wobei er jetzt, nach gut 35 Jahren wieder die Tasteninstrumente für sich entdeckt hat. Danach tauschte er die Bühne gegen Bürokratie: Er zog einer großen Liebe wegen nach Greifswald und bastelte dort im Rathaus fleißig an Intra- und Internetseiten.


    Vom Musiker zum Kulturschaffenden

    Später zog es Jan zurück in seine Heimatregion Hessen, genauer ins kleine Landenhausen, Ortsteil von Wartenberg Hessen. Dort lebt er heute ein Leben, das sich wie aus verschiedenen romanartigen Kapiteln zusammenfügt: Er ist Vereinsvorsitzender, Grafikdesigner, Redakteur und noch vieles mehr. Als Vorsitzender des Kulturvereins Landenhausen organisiert er mit seinem Team den legendären KunstSpaziergang und die Florinale · GartenKunst. Er entwirft Flyer und Webseiten, managt das lokale Bürger Informations-Portal Wartenberg iNFO↑ und sorgt als Marktmeister fürs reibungslose Aufgebot auf dem Wochenmarkt in Landenhausen↑. Sogar an den XXL-Dorf-Flohmarkt erinnert sich jeder: Er steht mit Matthias Keller im Organisationsteam, entwirft das Werbematerial und achtet darauf, dass keiner seine Creationen vertauscht. Nebenher hat Jan noch Aufgaben als Mitglied im Vorstandsteam in der Hilfsgemeinschaft Landenhausen und … kurzum: Für Langeweile bleibt keine Zeit.


    Der Barfußläufer von Wartenberg

    Besonders bekannt – und für so manche der heimliche Star – sind Jans Fußabdrücke in Landenhausen. Beim KunstSpaziergang führen orangefarbene Pfeile und Fußstapfen den Besuchern den Weg. „Die orangefarbenen Fußabdrücke und leuchtend-grünen Fußmarkierungen der Florinale · GartenKunst … stehen für das ehrenamtliche Engagement … und zugleich für die persönliche Handschrift von Jan Krieger, dessen eigene Fußabdrücke zum unverwechselbaren Symbol einer inzwischen weit über die Region hinaus bekannten Kulturveranstaltungen geworden sind“. Kein Wunder also, dass ihn Presse und der Dorftratsch augenzwinkernd den „Barfußläufer“ nennen. Tatsächlich sieht man Jan bei Veranstaltungen öfter ohne Chucks oder FlipFlops – vielleicht, um leichter über neue Ideen nachzudenken, oder einfach weil ihm der Schlamm nach 30 Jahren Fernsehglitzer an den Fußsohlen kleben geblieben ist. Wie auch immer – ob er generell barfuß ist oder nur seine Event-Location ungern mit dreckigen Schuhen betritt, bleibt ein Geheimnis. Fakt ist nur: Seine Fußspur verbindet sich mit jedem Landenhäuser KunstSpaziergang und der Florinale · GartenKunst ein bisschen mehr mit dessen Identität.

    weitere Info’s → Barfußläufer von Wartenberg


    Fazit: Ein echter Kultur-Krieger

    Zusammengefasst ist Jan Krieger eine Art Vielzweckwerkzeug der hiesigen Kulturszene. Er tauschte
    einst Kameralicht gegen Kerzenschein, Rocknächte gegen Lesenächte, aber immer blieb er ein Kämpfer – nur eben für Kunst und Gemeinschaft statt für Charts. Ob als „Der Krieger“ auf VIVA oder als „Barfußläufer“ in Wartenberg, er verleiht allem, was er anfasst, eine persönliche Note. Ein waschechter Kulturorganisator, Eventmanager und (Fuß-)Ästhetiker eben, der mit Witz und Engagement dafür sorgt, dass sogar ein kleines hessisches Dorf zum Mittelpunkt kreativen Schaffens wird.

    Quellen © Biografische Details entstammen verschiedener Webseiten sowie der lokalen Presse


    Vorstand
    → Kulturverein Landenhausen
    → Hilfsgemeinschaft Landenhausen↑

    Grafik & Design · Layout · Entwürfe · Ausführung

    Webseiten Gestaltung & Betreuung
    → Kulturverein Landenhausen
    → Hilfsgemeinschaft Landenhausen↑
    → wartenberg-info.de↑
    → bblw-info.de↑

    Redakteur
    → Wartenberg iNFO↑
    → Bürger Bündnis lebenswertes Wartenberg↑

    Flüchtlingsbetreuer der Gemeinde Wartenberg

    Verantwortlicher
    → Wartenberger Dorf-Flohmarkt↑
    → Wartenberger Dorf-Gespräche↑


    Foto © Jan Krieger

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